Rückblick: Ein Jahr Ecuador

Kaum zu Glauben, wie schnell die Zeit wirklich vergeht. Ich bin jetzt genau seit drei Monaten schon wieder in Deutschland. Vor drei Monaten habe ich mein erstes Schnitzel mit Spätzle wieder gegessen und viele gute Begegnungen mit vertrauten mir lieb gewonnenen Menschen gehabt. Bevor ich mich aber wage ein Resümee zu ziehen, berichte ich erst noch von meinen letzten Tagen in Guayaquil.

Abschiedsfeier

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Am letzten Freitag unseres gemeinsamen Jahres, haben Thore und ich noch einmal alle Freunde und Bekannte des kompletten Jahres versammelt um uns bei Ihnen für diese wirklich tolle Zeit zu bedanken und uns offiziell von Ihnen zu verabschieden. Wir haben kleine Snacks gemacht und sind einfach gemütlich zusammen gesessen und haben nochmal das zusammen erlebte Revue passieren lassen. Natürlich wurde der Abend mit etwas Tanz abgeschlossen, wie es sich für eine richtige ecuadorianische Feier gehört. Am Ende sind auf beiden Seiten auch etwas Tränen geflossen, weil sie für mich wie eine zweite Familie geworden sind, die ich nun verlassen muss. Als Abschiedsgeschenk haben wir, zusammen mit Michael, eine Tafel gestaltet, auf die wir ganz viele Fotos geklebt haben und die wir im Haus der Freiwilligen aufgehängt haben, so dass wenigstens ein Teil von uns in Form von Bildern dort bleibt.

Papstbesuch in Guayaquil

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In der Nacht auf Montag, an dem die Messe in Guayaquil stattfand, haben wir nicht geschlafen. Um 2.00 Uhr morgens sind wir mit einem Bus in Richtung des Geländes gefahren. Gegen 4.00 Uhr waren wir dann auf unseren Plätzen und haben gewartet, bis die Sonne aufgeht. Um ca. 11.30 Uhr ist dann endlich der Papst eingetroffen und hat erst eine Runde im Papamobil an den Menschen vorbei gedreht, bevor die Messe begonnen hat. Es hatte 30 Grad und weit und breit war kein Schatten zu sehen. An diesem Morgen hatte ich geschwitzt, wie noch nie in meinem Leben, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Eine so große Messe, mit so vielen Menschen und dem Papst live zu erleben, ein absolutes Highlight für mich als gläubigen Katholiken. Der Montag war in Guayaquil Feiertag, sodass jeder der wollte zur großen Messe im Parque Samanes gehen konnte. Extra für diesen Tag wurde die auf den obigen Bildern zu sehende Konstruktion und der Altar aufgebaut. Etwa eine Million Gläubige waren bei der Messe anwesend. Wir hatten einen der 5.000 besten Plätze in den ersten Reihen, den wir mit etwas Glück erlangt hatten. Die Stimmung unter den Gläubigen war auch absolut atemberaubend, da die Menschen in Lateinamerika sehr gläubig sind und durch ihr Temperament, die Messe etwas anders feiern.

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Abschluss

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Natürlich waren wir dann auch nicht alleine am Flughafen. Arbeitskollegen und Freunde haben uns wirklich bis zum Gate hin begleitet. Wir sind gegen 18.00 Uhr Ortszeit losgeflogen und am nächsten Tag ca. 17.00 Uhr deutscher Zeit in Stuttgart gelandet. 14 Stunden reine Flugzeit sind aber ohne Turbulenzen verlaufen und ich bin heil wieder in meiner Heimat angekommen.

Reflektierend gesagt war dieses Jahr in Ecuador, bisher das schönste meines Lebens, weil ich einfach so viele neue Eindrücke, Leute und Orte kennenlernen durfte.

Die Rolle des Freiwilligen wurde dort zuerst skeptisch gesehen, als man dann aber vertrauter mit den Menschen vor Ort wurde, öffnen sie sich einem und sind sofort super freundlich und hilfsbereit. Auch in der Arbeit unterstützen Sie den Freiwilligen, in Allem und lassen ihm aber auch seine Freiheiten sich zu entfalten. Ich hätte mir echt kein besseres Jahr vorstellen können, als das, das ich wirklich erlebt habe. Im Frauenhaus, die Arbeit mit den Kindern dort, war wirklich dringend nötig und ich hoffe, dass ich den Kindern, etwas den wirklich traurigen Alltag verschönern konnte.

Auch privat durfte ich soviel Neues kennenlernen, das mich echt persönlich weitergebracht hat. Ich möchte dieses Jahr nicht missen und empfehle jedem, der sich dazu berufen fühlt, auch so ein freiwilliges Jahr zu machen.

Ich sehe die Welt nun schon aus einer ganz anderen Sichtweise: Davor hatte ich nicht so den Blickwinkel auf z.B. Europa, wie ich ihn jetzt habe. Jeder will zum Studieren nach Europa, weil dort die Bedingungen am Besten seien. Auch in Sachen Wohlstand haben wir hier ein komplett anderes Niveau als beispielweise in Ecuador. Man hat deutlich gesehen, dass Deutschland ein sehr fortgeschrittenes Land ist und sich Ecuador eben noch im Prozess dorthin befindet.

Mit diesem Beitrag schließt sich mein Blog. Vielen Dank für die vielen Leser und Rückmeldungen, die ich bekommen habe, sowie für die vielen Unterstützer, die mir, mit ihrer Spende, dieses Jahr ermöglicht haben. Ich freue mich weiterhin auf nette Begegnungen mit Ihnen/Euch allen.

Euer Fabian Möhle

Abschied nehmen

Ja, kaum zu glauben, wie schnell  die Zeit vergeht. Ich stelle fest, dass ich jetzt schon ein ganzes Jahr hier bin und ich nächste Woche meinen Heimflug habe. Seit unserer Abschiedsfeier gestern, fange ich an zu realisieren, dass jetzt die Zeit gekommen ist, zurück nach Hause zu gehen. Es sind einige Leute gekommen um uns zu verabschieden und das hat mich sehr gefreut, denn das zeigt einem, dass man doch Spuren hinterlassen hat und nicht einfach geht und alles wieder ist wie vorher. Mir hat meine Arbeit immer sehr viel Spass gemacht und hab die Entscheidung einen Freiwilligendienst zu machen, im ganzen Jahr, nicht eine Sekunde bereut.

Einen Höhepunkt gibt es aber noch, bevor dann nächste Woche mein Heimflug ansteht: Die nächsten 3 Tage lang ist der Papst Franziskus in Ecuador und es wird eine Messe, hier in Guayaquil, geben. Als einer von 1,2 Millionen erwarteten Gläubigen bin ich natürlich auch dabei und darf diesen besonderen Gottesdienst noch miterleben,

Leider ist vor ca. 2 Wochen mein Laptop kaputt gegangen, deshalb kann ich an dieser Stelle nicht von den Ereignissen der letzten Wochen berichten. Was mir hier in der letzten Zeit noch alles passiert ist und viele Bilder wird es dann geben, wenn ich wieder zu Hause bin.

Die letzten Grüsse, hier aus Ecuador, mit einem lachenden und einem weinenden Auge, schickt euch euer Fabian Möhle

Endlich waren wir vier wieder vereint…

Wenn auch nur übergangsweise, für 18 Tage, die wir aber alle voll und ganz genossen haben. Doch bis es soweit war, am 26. März am Flughafen von Guayaquil, musste noch einiges gearbeitet werden. Die ganzen Vorbereitungen auf unsere 2,5 wöchige Reise und dazu noch viel Arbeit in allen möglichen Bereichen haben mir in dieser Zeit echt zu schaffen gemacht. An dieser Stelle möchte ich zwei kurze Einblicke geben.

Festival Aulas del conocimiento

Seit Anfang 2015 haben die Kinder aus dem „zweiten Jahr“ sich mit der Programmation von animierten Mini-Filmen beschäftigt. Sie haben gelernt, in einem Programm namens „Scratch“ kleine Animationen zu programmieren. Es ging zum Besipiel darum, dass Personen erscheinen und verschwinden, sich bewegen, sprechen oder auch kleine Arbeiten erledigen. An diesem Tag wurden ihre Bilder und Programmierungen dann für Eltern und Interessierte ausgestellt und es wurden Abschluss-Diplome verteilt. Die Kinder waren super stolz, ihre Arbeiten der „Öffentlichkeit“ zu präsentieren und hatten viel Spaß an ihrem letzten Tag, bevor es dann in die Ferien ging.

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Projekt mit den Jugendlichen in Monte Sinai

Bevor für die Schüler in der Küstenregion Ecuadors die Ferien beginnen, wollten wir noch einmal einen Mittag lang ein etwas größeres Angebot direkt im Viertel anbieten. So sind wir schon einige Tage vorher mit Flyern von Tür zu Tür gegangen um auf unsere Aktion aufmerksam zu machen. Das ist immer sehr besonders wenn man auch direkt zu den Menschen nach Hause kommt und so richtig ihre Lebenssituation wahrnimmt.

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Nach langer Vorbereitung war dann der Mittwoch Nachmittag gekommen; Wir haben dann nocheinmal eine Runde gedreht um die Leute zu motivieren zu kommen, wenn wir das nicht gemacht hätten, wäre niemand gekommen, weil es alle vergessen hätten. Wir haben Spiele gespielt, aber eben auch auf diese Art ein paar Dinge in Sachen Erziehung beigebracht.

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Irgendwann hat dann ein für die Jahreszeit typischer „weltuntergangsähnlicher“ Regen angefangen und wir sind alle unter ein Dach geflüchtet. Die Jugendlichen aus dem Viertel, die nicht an unserem Programm teilgenommen haben, haben genau gegenteilig reagiert. Sie sind in Massen auf den Fußballplatz geströmt um eine Partie im strömenden Regen zu spielen. Es hat ihnen, wie auf den Fotos zu sehen, viel Spaß gemacht.

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Auf dem Bild zu sehen sind: Pedro, Fabian, Thore, Robin(Cousin von Thore) und Michael (v.l.n.r.).

Familienbesuch in Guayaquil

Nach einer mehr als 14h-Reise sind meine Eltern und mein jüngerer Bruder Julian, abends um halb zehn, dann endlich in Guayaquil gelandet. Wir waren alle vier super glücklich uns wieder so richtig in den Armen halten zu können.

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Am nächsten Tag haben wir uns dann gleich die verschiedenen Arbeitsbereiche von Hogar de Cristo angeschaut. Es war vorallem für die drei spannend, alles zu sehen und die Kollegen und Menschen vor Ort, zumindest ein wenig kennenzulernen, mit denen ich schon seit neun Monaten meine Zeit verbringe. Am Samstag haben wir dann eine Sightseeing-Tour durch Guayaquil gemacht, die leider durch Regen, vorallem am Mittag, etwas gestört wurde. Wir haben aber trotzdem einiges gesehen und waren zum Mittagessen bei einer Kollegin vom Frauenhaus eingeladen, die uns sehr viel und lecker gekocht hat.

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Am Sonntag Morgen ging es dann schon sehr früh auf nach Galapagos.

Galapagos

Insgesamt hatten wir fünf Tage für den schönsten Fleck Ecuador’s eingeplant. Ich kann bestätigen, dass diese Inselgruppe wirklich wunderschön ist und bin schon etwas stolz darauf, mit meinen 19 Jahren schon an dieser besonderen Stelle der Welt gewesen zu sein. Dort haben wir so viele schöne Dinge erlebt, dass ich nur ausgewählte Ereignisse hier schildern kann: Wir haben natürlich viel Zeit am Strand und im Meer verbracht. Mein absoluter Lieblingsstrand war der von „Tortuga-Bay“, ein langer, naturparkgeschützter, weisser Sandstrand mit hohen Wellen für Surfer und einer wunderschönen Bucht, ohne Wellen, zum Baden. Die Charles Darwin-Station haben wir natürlich auch besucht. Dort leben riesengrosse Landschildkröten und andere einzigartige Tierarten. Jeden Tag haben wir min. einen Ausflug gemacht, z.B. mit Booten aufs Meer rausgefahren, wo es kleinere Inseln hatte, die man teilweise begehen konnte oder einfach nur Tiere beobachtet, wie z.B. Seewölfe, Blaufusstölpel, Land- und Meeresschildkröten, Leguane, Mantarochen, Haie und viele verschiedene bunte Fische.

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Das für mich Besondere war, diese Tiere dort in ihrer freien Wildbahn zu besuchen. Niemand zwingt sie sich an diesen Stellen aufzuhalten, sie sind da, weil sie dort leben. Nach drei Tagen auf der Insel Santa Cruz sind wir dann mit einem Schiff auf eine andere Insel übergesetzt. Auf der „Isla isabela“ haben wir eine Nacht übernachtet und sind auf die Stamminsel zurückgekehrt. Isabela ist zwar, von der Fläche her, die grösste Insel von Galapagos im Gegensatz zu Santa Cruz leben dort aber viel weniger Menschen. An diesem einen Tag habe ich aber dort mein Highlight unserer kompletten Reise erlebt. Wir sind mit einem kleinen Boot aufs Meer hinausgefahren, bis wir eine kleine Insel erreicht hatten. Auf dieser Insel lebten Leguane und es hatten dort auch Sewölfe ihr Brut- und Nahrungshabitat. Und genau in diesem Meeresabschnitt an dieser Insel haben wir mehr als eine Stunde lang geschnorchelt. Bei diesem „Tauchgang“ haben wir wirklich eindrucksvolle Begegnungen gehabt. Auf dieser Insel leben die sog. „Galapgos-Pinguine“, die die zweitkleinste Pinguin-Art der Welt ist. Danach haben wir einen Fisch-Schwarm vorbeiziehen sehen, wie man es sonst nur aus den Filmen kennt. Auf einmal tauchen Meeresschildkröten auf, denen wir jeweils fünf Minuten hinterherschwimmen, einfach elegant, wie sie sich durchs Wasser bewegen. So passierte es auch, dass ich etwas von der Gruppe getrennt wurde und habe mich auf einmal mit 4 Seewölfen direkt über mir, unter mir, neben mir wiedergefunden. Ein bisschen Respekt hatte ich schon, denn ich war ihnen komplett ausgeliefert, doch sie haben mich nicht berührt, dann bin ich ihnen noch kurz hinterhergeschwommen und zur Gruppe zurückgekehrt. Die Gruppe ist dann zu einer kleinen Grotte hingeschwommen, die ca. 2m unter Wasser eine Öffnung hatte. Uns half der Guide dort hinunterzukommen und innendrinnen fand sich eine Familie Haie, die gerade ganz gemütlich dort hin und her geschwommen ist. Wow…

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Das war ein super erlebnissvoller Tag, den man in diese Art nur an diesem einen Ort der Welt erleben kann. Diese vollen fünf Tage waren einfach nur herrlich und ich habe sie voll und ganz, an der Seite meiner Familie, genossen. Am Karfreitag war also unser Rückflug nach Guayaquil und ab Samstag morgen hatten wir ein Auto gemietet, mit dem wir die Pazifikküste in Richtung Norden hochgefahren sind.

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Ruta de los Spondylus

Nun haben wir uns auf die Strand-Tour begeben. Jede Nacht haben wir in einer anderen Stadt übernachtet und andere Strände kennengelernt. Mal waren wir in grösseren Städten, wie z.B. Salinas oder Esmeraldas, ein anderes mal in einem Fischerdorf namens Puerto Lopez oder dem Surferparadies Canoa. Es war also alles einmal dabei und wir haben viel kennengelernt. Hier sprechen Bilder ihre eigenen Worte.

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Quito

Ein Besuch in der Hauptstadt Ecuador´s war natürlich auch in unserer Reise eingeplant. Mein Highlight vom 2 tägigen Quito-Aufenthalt war der Besuch am Mittelpunkt der Erde und der Palast des Präsidenten, der begehbar ist. Man konnte auf den Balkon und auf den zentralen Platz Quito´s herunterschauen, den Kabinettssaal besuchen, die Gastgeschenke anderer Länder waren ausgestellt und vieles mehr. Es war echt interessant, vorallem weil der Guide uns auch etwas spezielles über die Beziehung Ecuador´s mit Deutschland erzählt hat.

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Kleine Notiz am Rande: Eigentlich schlimm, aber ehrlich gesagt hat es mich in Quito gefroren. Wir hatten bei Nacht um die 12 Grad Celsius und ich habe mich mit 3 Pullovern gewärmt. Zum Glück komme ich zur Sommerzeit in Deutschland zurück, um mich langsam wieder an die anderen Temperaturen zu gewöhnen.

Baños

Am Ende unserer Reise haben wir dann noch einen Tag in Baños vorbeigeschaut. Baños ist ein wunderschönes kleines Städtchen, mit besonderen Bädern, deren Wasser vom Vulkan beheizt wird. In so einer Therme haben wir auch das angenehm warme Wasser genießen können. Vorallem aber ist Baños bekannt für seine grosse Auswahl an Extremsportarten. Von Bungee-Jumping über Wildwasserrafting bishin zu „Flying Fox“ bleibt für Adrenalin-Junkies wirklich kein Wunsch offen. Julian und ich haben uns für den „Flying-Fox“ entschieden und haben nun in verschiedenen Positionen verschieden hohe und lange Schluchten überquert. Vereinfacht gesagt, war man mit einem Karabiner an einem Stahlseil befestigt, das über eine Schlucht gespannt war.

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Gruß meiner Familie

Auch wir als Familie dürfen in diesem Blog mit einem Gruß zu Wort kommen. Wir hatten zweieinhalb wunderschöne und erlebnisreiche Wochen mit Fabian. Schön war für uns zu erleben, dass sich Fabian ausgesprochen wohl fühlt in seiner Wahlumgebung Ecuador. Wir konnten den Eindruck gewinnen, dass er allseits anerkannt und geschätzt wird von den vielen Menschen vorort. Sein einjähriger Freiwilligendienst wird von der Tübinger Entsendeorganisation evivo e.V. professionell begleitet. In seinen Einsatzorten leistet er einen richtig guten und wichtigen Dienst – mit seinem Beitrag und Engagement kann er somit eine „Mini-Unterstützung“, zur Linderung der großen Probleme leisten, die dieses Land und insbesondere die hilfsbedürftigen Menschen haben.

Wir freuen uns für ihn, dass er sich für diesen Dienst entschieden hat, hatten eine eindrucksvolle Zeit mit Fabian und freuen uns ebenso ihn anfangs Juli wieder zuhause willkommen heißen zu dürfen.

Martin, Christine und Julian                                                                                                                Mai 2015

Donation Faserzementplatten

An meinem ersten Arbeitstag nach diesen wunderschönen Ferien ging es gleich wieder mit einer schweren Donation los:   Eine Firma in der Nachbarstadt von Guayaquil hat ihr komplettes Dach ihrer Lagerhallen neu gemacht und hat somit ihre alten Faserzementplatten an Hogar de Cristo gespendet. So sind wir 2 Tage lang hingefahren und haben 1500 schwere Platten aufgeladen, in kleinen Lastwagen nach Hogar de Cristo gefahren und wieder abgeladen. Jetzt werden die Platten für 1$ das Stück, an die Leute aus Monte Sinai verkauft und die sind froh daran so günstig an Material zu kommen. Die Firma ist froh, dass sie sie los hat und wir verdienen etwas Geld für andere Projekte Hogar de Cristo´s. Dies ist die Hauptidee der Spenden für die „Banco de materiales“.

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Der Musik-Tipp geht in diesem Blog an ein Mix aus Reggaeton und dem eher traditionelleren Vallenato: Nota de amor – WISIN, Carlos Vives y Daddy Yankee https://www.youtube.com/watch?v=wZRWpr1G1Qw

Oh wie schön war Panama

Auch wenn ich die Tigerente während meines einwöchigen Aufenthalts nicht ausfindig machen konnte, hatten wir alle eine superschöne Zeit in Panama. 🙂

Zwischenseminar evivo in Gorgona, Panamá

Nach dem 1,5h langen Flug sind wir am späten Nachmittag angekommen und sind schon bei der Passkontrolle auf die anderen zwei Freiwilligen von evivo aus Peru gestoßen. Was für eine Freude, die zwei nach guten 6 Monaten im eigenen Projekt wiederzusehen und sich austauschen zu können. Dafür waren auch die nächsten zwei Tage reserviert: Bei unserem offiziellen Zwischenseminar hat jede Gruppe über ihre Realitäten im jeweiligen Einsatzland geredet und es wurden auch länderspezifische Themen diskutiert. Dazu sind wir, etwas außerhalb von Panama-Stadt, in ein Ferienhaus gefahren. Wir hatten einen privaten Pool, 5 Minuten zum Strand und sonst auch viel Ruhe um zu Reden und Zeit gemeinsam zu Verbringen. Etwas hat das auch mit unseren Mentoren zu tun. Edisón und Stephanie waren wie immer super drauf und haben uns echt eine super Zeit bei unserem Zwischenseminar beschert. Auch der erste Teil des Seminars der hier bei uns in Ecuador stattfand lief super. Wir hatten zwar nur zwei Tage Zeit aber irgendwie haben es Stephanie und Edi doch geschafft alles zu erledigen. Sie konnten sich von unserem Projekt, unserer Wohnsituation, unserm Verhältniss zu Arbeitskollegen, zu Bekannten aus Ecuador,… ein Bild machen. Das Zwischenseminar war dann am Montag beendet und wir machten uns auf in die Organisation nach Panama-Stadt.

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Einrichtung in Panama und Karneval

Im Gegenstaz zu uns hier in Ecuador befindet sich in Panama alles in einem Haus. Arbeiten und schlafen in einem Haus hat Vor- und aber auch Nachteile. Zum Beispiel hat man keinen langen Weg morgens zur Arbeit hin und abends zurück, dafür geht so etwas die Privatsphäre bzw. Ruhe verloren. Da zur Zeit Ferien waren, waren nur drei Jungs im Jungsheim, das dort angegliedert ist. Als wir nun am Montag ankamen haben wir erst mal eine Runde mit den Jungs im Hof Fußball gespielt, um ins Gespräch zu kommen.

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Abends und am nächsten Tag haben wir uns dann den panamaischen Karneval angeschaut und auch etwas mitgefeiert. Es gab einen riesengroßen abgesperrten Platz in der Stadt, der festivalartig zur Partyzone erklärt wurde. Es gab mehrere Bühnen mit Live-Musik, tagsüber die sog. „Mojadera“ worin die Karnevalsbesucher mit Wasser aus Feuerwehrschläuchen und riesigen Tanklastern bespritzt wurden und einer großen Parade mit viel Musik zum Abschluss.

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La Isla Grande

Mein Traum war es schon seit langem einmal in der Karibik zu Baden und am Mittwoch morgen haben wir uns dann auf den Weg gemacht. Mit Bus ging es ca. 2h in den Norden des Landes von dort aus sind wir dann mit einem Boot auf eine kleine Insel übergesetzt. Nach Karneval war dort nicht viel los, sodass wir zwei super ruhige Tage mit Baden und Relaxen verbringen konnten. Einen Bootsausflug auf andere Inseln haben wir auch mitgemacht, wo wir auf eine Insel gefahren sind, wo nur Affen leben, die wir dann gefüttert haben. Auf der Insel auf der wir übernachtet haben, haben wir auch die frischesten Meeresfrüchte und Fische gegessen die man sich nur vorstellen kann. Wir saßen wirklich im Restaurant und haben gesehen, wie das Boot angelegt hat und Langusten, einen großen Krebs und viele Fische(alles lebendig) an Bord hatte. So habe auch ich wirklich von Allem gegessen: Vom Fisch über die Krabben bis hin zu den Langusten hat mir wirklich alles richtig gut geschmeckt.

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Panama-City

Am Ende blieben uns dann noch zwei Tage für die klassischen Touristen-Attraktionen in Panama-Stadt. Nummer 1 auf dem Plan war natürlich der Panama-Kanal. Dort haben wir viel Neues gelernt und die Schleusen von Nahem beobachten können. Es war schon einmal ganz spannend zu sehen, wie so riesengroße Schiffe durch einen kleinen Kanal durchgeleitet werden. Der Kanal ist 24/7 in Betrieb und sehr wichtig für Güter der ganzen Welt. Wen es genauer interessiert wie der Kanal funktioniert kann sich hier informieren: http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/panama-kanal-101.html

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Als Zweites stand dann noch ein Hügel in der Stadt auf dem Plan von dem man eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und insbesondere die Skyline hatte. Den sind wir zu Fuß hochgestiegen und haben dabei ein Gürteltier entdeckt, das freilebend dort vorkommt.

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Am Sonntag sind wir dann wieder heil in Guayaquil angekommen und Montag hieß es dann wieder sofort ran an die Arbeit.

Banco de materiales

Nach Panama ging es wie schon erwähnt ohne Pause weiter. Wir waren gezwungen die im letzten Blog beschriebenen Stände für die Universität Santa Maria fertig zu machen. Mittwoch musste ausgeliefert und zusammengebaut werden, denn Donnerstag fand die Messe statt. Ganz ecuadorianisch ist ihnen Dienstag zur Zeit des Feierabends aufgefallen, dass ja noch alle Wände angestrichen werden müssen, so hieß es für mich freiwillige Überstunden machen, dass wir sie am Mittwoch fertig haben konnten.

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Mittwoch hieß es dann pünktlich antreten und die ganze Banco de materiales war im Außeneinsatz. Beim Zusammenschrauben der zwölf Stände wurden wir mental und mit Thunfisch-Toast und Coca-Cola von den Studentinnen unterstützt, sodass auch diese Arbeit Spaß gemacht hat.

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Am nächsten Tag haben wir uns natürlich auch die Messe angeschaut, die in unseren Ständen stattfand und alles in Allem war es ein großer Erfolg für alle Beteiligten.

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Der Musik-Tipp geht in diesem Blog an ein ganz besonderes Lied aus Ecuador, das an den traditionellen Musik-Stil angepasst ist: El Cabañal – Aguilar https://www.youtube.com/watch?v=_asU7QA3buQ

Wir hatten echt eine supertolle Zeit in Panama und ich werde mich noch immer gerne daran zurückerinnern.

Auf viele Feste und Feiertage folgt auch wieder Arbeit…

Erst beim Schreiben dieses Beitrags ist mir klar geworden, dass seit meinem Geburtstag ja schon wieder ein ganzer Monat vergangen ist. Die Zeit verfliegt echt immernoch wie im Fluge und ich bemühe mich alle Momente in mir aufzusaugen und zu genießen. Eines steht spätestens jetzt zu 100% fest: Dieses Jahr werde ich niemals vergessen und ich habe stark vor meinen Enkeln später davon zu erzählen. 🙂

Heiligabend

Den heiligen Abend haben wir insgesamt ganz gemütlich verbracht. Um die Mittagszeit herum konnte dann eine Verbindung in unser Wohnzimmer in Kilchberg hergestellt werden, sodass ich auch etwas Weihnachten mit der Familie feiern konnte.

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Später sind wir dann in den Supermarkt gegangen um für die Weihnachts-Lasagne einzukaufen. Die Supermärkte haben an diesem Tag einem Schlachtfeld ähnlich gesehen, jeder hat versucht noch die letzten Speisen oder Getränke zu ergattern und die Schlangen an den Kassen waren unvorstellbar lang .

Im Anschluss ging es dann in die Kirche gegenüber, in der eine schöne familiäre Messe zelebriert wurde. Irgendwie fehlten mir aber doch die deutschen Weihnachtslieder. Danach haben wir dann gemütlich gegessen und noch ein paar Weihnachtslieder gesungen. Mit Kartenspielen haben wir dann die ganze Nacht verbracht und als es hell wurde sind wir dann endlich schlafen gegangen. In Ecuador ist der Brauch so, dass sich die komplette Familie trifft, meistens aber erst um Mitternacht herum gegessen wird und danach mit Musik und Tanz bis tief in die Nacht hinein gefeiert wird.

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Jahresabschlussfeier in Hogar de Cristo

Am 30. Dezember hatten wir dann die offizielle Jahresabschlussfeier in Hogar de Cristo. Alle Mitarbeiter haben um 11 Uhr aufgehört zu arbeiten und sich versammelt. Es wurde eine riesengroße Party geschmissen, mit Stereoanlage, Moderator, DJ, Tombola, Essen, Tanz, Darbietungen und vielem mehr. Der Hauptpreis der Tombola war ein LCD-Flachbildfernseher, der zufälligerweise an unseren Arbeitskollegen aus der „Banco de materiales“ ging. Unter Darbietungen kann man sich verschiedenste Choreografien zu Liedern bzw. Karaoke-Vorführungen vorstellen, die auch prämiert wurden. Wir haben in einem Lied-Mix mitgetanzt, der viele verschiedene hier angesagte Lieder beinhaltete.

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Dieser Tag hat uns allen richtig viel Spaß gemacht, denn man hat die Mitarbeiter mal von einer anderen Seite kennenlernen dürfen.

Silvester am Strand

Am 31. Dezembver sind wir dann an den Strand gefahren und sind dort bis zum 4. Januar geblieben. Eine Freundin hat uns netterweise das Strandhaus ihrer Familie zur Verfügung gestellt, sodass wir ordentlich untergebracht waren. Die Silvester-Nacht haben wir dann direkt am Strand von Salinas verbracht, wo sehr viele Familien und Jugendliche waren, die alle zusammen das beindruckenswerte Feuerwerk bestaunt haben. In Ecuador gibt es den Brauch im Dezember aus Zeitungspapier und Holzstücken sich eine Art „Puppe“ zusammen zu bauen, die dann am 31. verbrennt wird. Es ist eben das Symbol des Verbrennens von Allem Schlechten was im letzten Jahr passiert ist um das neue Jahr befreit von allem anzugehen. Die restlichen Tage haben wir dann tagsüber am Strand verbracht und abends waren wir z.B. einmal bei Bekannten im Yacht-Club eingeladen: Dort haben wir dann eine kleine Party mit Privatpool und allem was man sich nur vorstellen kann, gefeiert 🙂

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Mein Geburtstag

Wir sind, obwohl es ein Montag war, natürlich wach geblieben und mit einem geworfenen lebehoch von meinen zwei Mitfreiwilligen Thore und Michael hatte er dann angefangen: Mein Geburtstag 🙂

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Danach ging es dann ersteinmal ins Bett, denn Montag hieß es Arbeiten. Das war für mich eine ungewöhnliche Situation, denn immer als ich Geburtstag hatte waren bisher Schulferien und an diesem Tag musste ich aber zur Arbeit. Dort dann die üblichen Gratulationen und zwei Nachtische zum Mittagessen 🙂 Den Abend dann wollte ich auf keinen Fall daheim verbringen, so sind wir mit ein paar Freunden losgezogen und haben eine Bar o.ä. gesucht, die Montags offen hatte. Das war nicht so leicht, doch am Ende sind wir dann in einer Karaoke-Bar gelandet. Es war sehr witzig und wir haben den ganzen Abend gesungen und getanzt.

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Die Arbeitswoche hatte sich dann alles beruhigt, bis dann am Samstag das offizielle Fest in unserem Haus anstand. Insgesamt sind so etwa 25 Leute gekommen und wir haben zusammen meinen Geburtstagsmarathon ordentlich ausklingen lassen.

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Neues aus der Arbeit

In der Arbeit habe ich in der letzten Zeit schwerpunktmäßig etwas mehr in der „Banco de materiales“ mitgeholfen. Für Weihnachten haben wir dort eine Art Stall für die Krippenfiguren hergestellt. Diesen Stall haben dann Studentinnen von außerhalb gesehen und bei uns eine Massenbestellung aufgegeben. Sie wollten 12 Stück davon haben um eine Art Ausstellung in unseren Häuschen in ihrer Universität zu machen. So waren wir auf einmal neben unserer normalen Arbeit mit einem sehr großen Auftrag voll ausgelastet.

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Wir beginnen beim Bambus fällen(mit der Machete), Bambus spalten und zurechtsägen. Danach müssen dann die Holzstäbe montiert und die Bambus-Streifen darauf genagelt werden. Und ja, das Gebilde hat zwei Wände und eine Rückwand, die komplett mit Bambus gefüllt werden muss. Mittlerweile fehlen vielleicht noch 5-6 Wände und 3 Rückwände, dann können wir in die Universität fahren und es dort zusammenschrauben, denn nur so kann es transportiert werden.

Ausblick

Heute bekommen Thore und ich Besuch aus Deutschland. Meine Mentorin Stephanie Wildenberg und Edison Fañanas-Lanau werden sich unsere Einsatzstelle und unsere Lebenssituation anschauen um später mit uns darüber zu sprechen: Was läuft super gut und was kann man vielleicht noch verbessern? Deshalb findet in der nächsten Woche unser Zwischenseminar von evivo in Panama statt. Auf diese Woche freuen wir uns schon das ganze Jahr, denn dort werden wir uns auch mit den anderen Freiwilligen aus Panama und Peru austauschen und zu hören bekommen, wie es ihnen so ergeht. Im Anschluss bleibt uns dann auch noch etwas Zeit Panama-City zu erkunden. Ich freue mich auch besonders die Einsatzstelle von meiner Cousine Verena kennenlernen zu dürfen, denn sie war im Jahr 2011/2012 dort evivo-Freiwillige.

In Sachen Musik-Tipp empfehle ich in diesen Tagen sich DAS ecuadorianische Nachwuchs-Talent anzuhören. Er ist gerade einmal 17 Jahre alt und schon ein Superstar in Radio und Fernsehen: MAYKEL – Violeta.

Damit verabschiede ich mich nach Panamá und verspreche für den nächsten Blog: Bilder vom Panama-Kanal und der Karibik 🙂

Weihnachtliche Stimmungen

Und schon ist Weihnachten. Das ist fast unvorstellbar, wie ich doch erst gestern angekommen bin und jetzt schon Weihnachten sein kann. Trotzdem durfte ich in diesem halben(!) Jahr schon richtig, richtig viele tolle Sachen erleben, die mir für immer in Erinnerung bleiben werden. In letzter Zeit haben wir uns eher wieder auf das Leben in Guayaquil konzentriert, weil die erste Reiselust gestillt war. Im Januar fängt dann wieder eine neue Reise-Epoche an. Den Heiligen Abend werden wir gemütlich im Haus verbringen und dann über Silvester an den Strand fahren.

Aktuelles aus der Arbeit

Ich arbeite nach wie vor in allen Bereichen mit und bin weiterhin mit allen Kollegen top zufrieden. Alle sind super freundlich zu mir und so macht die Arbeit automatisch Spaß.

In der „Banco de materiales“ haben wir in der letzten Woche NACHTS eine Spende abgeholt, weil unsere Transporter tagsüber nicht im Zentrum parken dürfen. Ein bekanntes Hotel hat uns Matratzen und die dazugehörigen Basen geschenkt, die wir alle verladen und nach Hogar de Cristo transportiert haben. In der letzten Woche wurden dann alle an einem Tag verkauft, weil genau an diesen Stellen der Bedarf bei den Familien zu sehen ist.

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Im Frauenhaus haben wir in der letzten Woche gebastelt. Wir haben Geschenkboxen für Bonbons und Schokolade und Stifte gemacht und das in zwei unterschiedlichen Motiven.

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Ja, da hat der Fabian sein ganzes „Bastel-Talent“ zusammen gesammelt und hinein gesteckt 😉

Mit den Kindern im Viertel haben wir auch coole Sachen gemacht. Normalerweise machen wir immer gruppendynamische Spiele, weil wir mit dem Prozess noch am Anfang stehen. Am letzten Freitag haben wir uns dann mit den Familien getroffen und zusammen heissssse Schokolade getrunken und Kekse gegessen, um die Familien zu Motivieren genau das auch im eigenen Haus zu machen:

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„Sich zusammensetzen, sich unterhalten und so den wahren Sinn von Weihnachten erleben“

Und auch in meinem vierten Arbeitsgebiet wo die Kinder normalerweise nur zum Computer-Unterricht kommen, wurden Weihnachtsaktionen gestartet. So sind wir z.B. durch die versch. Bereiche gelaufen und haben dort Weihnachtslieder gesungen um die Freude von Weihnachten mit den Mitarbeitern zu teilen.

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Sightseeing Guayaquil

Nachdem wir nun an vielen Wochenenden in Guayaquil geblieben sind, haben wir uns eben hier schöne Sonntage gemacht. Es gibt die „Isla Santay“, das ist eine Insel die von Guayaquil aus zu Fuß über eine Brücke zu erreichen ist. Es war einfach mal wieder schön spazieren laufen zu können, ohne diesen ständigen Autolärm und den Staub der Straße im Gesicht zu haben. Ebenfalls haben wir uns mal für einige Stunden in den Bereich der „ganz Reichen“ von Guayaquil begeben, um zu sehen, wie die so ihre Freizeit verbringen. Das „Stückchen“ Pizza für umgerechnet knapp 40 Euro haben wir uns trotzdem nicht geleistet.

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Dort war auch Ende November schon der Weihnachtsbaum aufgestellt und wie auf dem Foto zu sehen ist mit vielen Lichtern und bunten Kugeln geschmückt. So sieht es in allen Kaufhäusern oder öffentlichen Plätzen aus. Auch die Familien daheim haben ihr Bäumchen mit viel bling-bling. Leider sind hier echt alle Weihnachtsbäume aus Plastik, weil hier nirgends echte Nadelbäume wachsen, die man verwenden könnte.

Ecuadorianischer Postservice

Nach anfänglichen Schwierigkeiten bin ich jetzt doch noch ein Freund der örtlichen Poststelle geworden. Bei mir sind jetzt schon einige Päckchen und Briefe angekommen. Vielen herzlichen Dank an alle, die an mich gedacht haben. Die Kinder aus dem Frauenhaus haben sich auch riesig über den Fußball gefreut und ich freue mich immer über die beigelegte Schokolade oder andere Dinge, die mich an die Heimat erinnern. 😀

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15. Geburtstag

Der 15. Geburtstag wird in Ecuador gefeiert wie eine Hochzeit. Mit 15 Jahren wird der Sohn/die Tochter offiziell in die Gesellschaft eingeführt und das wird natürlich riesig gefeiert. Aus der Arbeit kannten wir eine Familie, bei der dieses Event anstand. Alle Freiwilligen waren also eingeladen und durften aus der ersten Reihe miterleben wie so etwas abläuft. Das Geburtstagskind wird pompös angezogen und hergerichtet. Dann gibt es genau 15 Freunde und 15 Freundinnen, die sozusagen ihre Begleiter an diesem Abend sind. Sie sind alle gleich angezogen und bereiten Tänze für und mit dem Geburtstagskind vor. Es gibt eine riesengrosssse Torte und ein Menü. Jetzt stellte sich für mich natürlich die Frage, wie so etwas für mehr als 100 Gäste finanziert wird. Nachdem ich etwas nachgeforscht habe, hatte ich dann die Antwort: Die Familien verschulden sich für den 15. Geburtstag ihres Sohnes/ihrer Tochter zum Teil ein leben lang. Verrückt, aber dieses Event hat in der Gesellschaft eine so hohe Priorität, dass man nicht ohne es sein kann.

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EMELEC Campeón 2014

Wer mich etwas genauer kennt, weiß dass mein Herz voll für den Fussball schlägt. Seitdem mich ein Bekannter das erste Mal mit ins Stadion genommen hat, bin ich zum Emelec-Fan geworden. Hier in Guayaquil gibt es zwei rivalisierte Mannschaften: Barcelona und Emelec. In diesen Tagen fand nun das Finale der ecuadorianischen Liga statt. Und gerade diese zwei Mannschaften haben, zum ersten Mal in der Geschichte, beide das Finale erreicht. So spielte Guayaquil in der vergangenen Woche komplett verrückt. Jeder war immer mit dem Trikot seiner Mannschaft ausgerüstet, außer zum Waschen, da wurde es kurz zur Seite gelegt. Unter meinen Freunden aus der Arbeit lässt sich kaum ein Emelec-Fan finden, deshalb hatte ich es etwas schwer aber nach nun 6 Monaten, hier in Ecuador, hatte ich auch die Mittel, natürlich hat sich der ganze Konflikt nur auf verbaler Ebene ausgetragen, zu kontern. Wir haben uns dann an beiden Tagen getroffen und haben uns zusammen die Partien angesehen. Insgesamt war es in Guayaquil überraschend friedlich. Von der Polizei erwartet wurden Schlägereien bis hin zu Morden, was Normalität ist, wenn diese zwei Mannschaften aufeinander treffen. Dies konnte aufgrund einer sehr hohen Polizei-Präsenz zum Glück weitestgehend verhindert werden. Gestern hat dann meine Mannschaft im Rückspiel 3:0 gewonnen und sich somit den Pokal der ecuadorianischen Liga gesichert. Viel wichtiger als die Partie war aber für fast alle, dass man sich trifft und einfach etwas zusammen unternimmt, als nur allein zu Hause zu sitzen, deshalb waren wir auch an beiden Tagen eine Gruppe von jeweils mehr als 10 Freunden.

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Der Musik-Tipp beinhaltet zwei Lieder: Einmal zum Thema Weihnachten sollte man sich das Lieblingslied aller Kinder nicht entgehen lassen: Mi burrito sabanero (https://www.youtube.com/watch?v=_Wrc6Q7acME) Der zweite, was für eine Überraschung, ist die Hymne von EMELEC, die ich schon fast auswendig kann 🙂 Himno del Club Sport Emelec (https://www.youtube.com/watch?v=78M1-9xiyHs)

Am Ende bleibt nur noch an ALLE „Frohe Weihnachten“ zu wünschen und an meine Familie geht: Bitte nehmt es nicht zu hart, dass ich in diesem Jahr Weihnachten nicht mit euch feiern kann, ja ich vermisse euch auch, aber auch das überstehen wir locker.

Mein Alltag :)

„Ja, ich bin jetzt, nach knapp 4 Monaten, im Alltag angekommen.“

Das glaube ich zumindest, bis mir dann doch jeden Tag aufs Neue bewusst wird, dass man doch immer noch jeden Tag etwas Neues und Aufregendes erlebt. Wir arbeiten immernoch fleißig daran, an den Wochenenden, Ecuador in seiner kompletten Vielfalt und Schönheit kennenzulernen. Aus diesem Motiv heraus haben wir einige Reisen unternommen. Die erste Priorität hingegen ist immernoch die Arbeit, die mir immernoch sehr gut gefällt. Das Projekt „Mision“, mit dem wir an zwei Nachmittagen direkt ins Viertel gehen läuft seit heute wieder und gerade heute habe ich super glücklich mit den Kindern Fußball gespielt. Auch in den anderen Arbeitsfeldern geht es voran. Mit der Zeit kann man viel mehr mit den Kollegen reden und so vergehen die Tage nochmal schneller. Auch die Arbeit hier im Haus mit Wäsche waschen und Kochen und allem was dazu gehört läuft nach 4 Monaten schon schneller von der Hand als im ersten Monat.

 

Guayaquil

Einige Eindrücke, wie es vor meiner Haustüre so aussieht. Im ersten Bild beispielsweise sieht man die „Bushaltestelle“, an der wir jeden morgen den Bus zur Arbeit nehmen.

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„Cena pan y vino“

Die Benefiz-Veranstaltung des Jahres, organisiert von Hogar de Cristo, fand in diesem Jahr mit uns statt. Wir waren ebenfalls eingeladen in das „Centro de convenciones“ von Guayaquil, wo dann ein mehrgängiges Abendessen serviert wurde. Zum Essen trat ein Uni-Chor auf und später spielten dann noch verschiedene Bands, die zum Tanz aufforderten.

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Riobamba

In Riobamba ist derjenige Punkt der Erde, der am weitesten entfernt vom Mitteplunkt der Erde ist. Wenn man also den Chimborazo, ein Vulkan, besteigt, ist man an demjenigen Punkt der Erde angekommen, der am weitesten vom Erdkern entfernt ist. Wir sind bis auf 4300m gekommen und weiter hoch haben uns die netten Ecuadorianer nicht gelassen, da es schon Nachmittag war, als wir dort angekommen sind. Den kompletten Weg nach oben haben wir auf der Ladefläche eines Pick-ups verbracht und dort zu spüren bekommen, wie es immer kälter wurde.

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Und am nächsten Tag haben wir dann das traditionelle Gericht der Sierra gegessen, die Meerschweinchen.IMG_1377IMG_1467

 

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Banos

Die Stadt mit den zweitmeisten Touristen, nach Galapagos, von Ecuador. Banos liegt einfach wunderschön in einem Tal umzingelt von aktiven Vulkanen, die NUR rauchen, und hat wunderschöne Wasserfälle. In einer Touristenstadt wie dieser gibt es viele Extremsportarten, die angeboten werden. Von Brückenspringen über Rafting bis sich abseilen von Wasserfällen ist alles dabei.

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Quito

Nach 3 Monaten sind wir dann endlich auch mal in der Hauptstadt von Ecuador gewesen. Quito ist mit 2700m die höchstgelegenste Hauptsatdt der Welt. Alles dort ist viel europäischer und schöner gestaltet als in Guayaquil. Zum Beispiel gibt es ein sehr schönes und großes Zentrum mit vielen Sehenswürdigkeiten für Touristen. Wir waren im Präsidentenpalast oder auch in einer der vielen Kathedralen.

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Natürlich haben wir auch den „Mittelpunkt der Welt“ besucht und sind etwas auf dem Äquator spaziert und haben am Ende die obligatorischen Fotos geschossen.

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Friedhof von Guayaquil

An Allerheiligen haben wir uns vorgenommen den großen Friedhof von Guayaquil anzuschauen, weil uns jemand gesagt hat, dass er ganz besonders sei. Ja, in meinem Leben habe ich noch nicht so viele großen Friedhöfe gesehen, deshalb war dieser Nachmittag für mich beeindruckend. Ganz reiche Familien haben dort ihre eigenen Mussoleen und die Armen hingegen nichts außer einem Kreuz in der Erde. Auch hier sieht man wieder den Unterschied zwischen Arm und Reich, der besonders in Guayaquil immer wieder deutlich wird, was dadurch entsteht, dass fast keine Mittelklasse existiert.

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Beim letzten Bild beachte man bitte die lange Straße und den vielen Verkehr. Das ist GUAYAQUIL!

 

Am Ende angekommen gleicht mein Blog doch wieder fast einem Reise-Tagebuch, das es aber in Wahrheit natürlich nicht ist. Es ist nur so, dass wir fast nur auf Reisen fotografieren und es dem Leser deshalb so vorkommt, dass wir nur unterwegs sind. Beim nächsten Mal gibts wieder Bilder von der Arbeit, versprochen! Wie immer gilt, wen mehr interessiert als ich hier geschrieben habe, melde sich bei mir, ich freue mich über jede Nachricht.

Ganz zum Schluss noch ein Musik-Tipp: Dieses mal etwas ganz „klassisch-südamerikanisches“. Das war Julian´s Kommentar zu diesem Lied 🙂 Que levante la mano von Americo 🙂

PS: Da dieser Blog ganz schön „voll“ ist, gibts die Bilder vom Haus und meinem Zimmer beim nächsten mal 😉

 

So arbeite ich hier

In letzter Zeit ist es in unserem Haus ziemlich drüber und drunter gegangen, weil es viele Wechsel gab. Ein Deutscher Freiwilliger ist wie schon erwähnt anfang August gegangen, danach noch eine Spanierin. Zwischenzeitlich waren wir nur 5 Leute in unserem großen Haus. Letzte Woche sind 4 Studenten aus Manchester für zwei Wochen bei uns eingezogen, die an dem Entwurf an einem neuen Haus arbeiten. Es besteht aus Bambus und Zement und hat somit eine längere Lebensdauer als ein Haus das nur aus Bambus besteht. Am Montag ist dann wieder ein Deutscher Freiwilliger gekommen, der für ein Jahr bleibt. Er ist gelernter Zimmerer und wird die Arbeiter beim Häuser bauen, der Grundidee von Hogar de Cristo, unterstützen. Im Oktober kommt noch ein Italiener und die zwei Spanier die aktuell noch im Haus sind, sind in den letzten Zügen ihres Voluntariats.

 

Verabschiedungen

Wie es sich hier gehört werden die ehemaligen Freiwilligen auch ordentlich verabschiedet. In unserem Haus besteht die Tradition, das der Freiwillige der verabschiedet wird immer noch einen Film mit nach Hause bekommt, den die anderen Freiwilligen für ihn drehen. Bei dem für Clemens zum Beispiel haben wir 24h aus dem Leben eines „Clemens-Freiwilligen“ dargestellt. Mit Elena sind wir Samstag Mittag für ein Picknick in einen Park gefahren, der riesengroß war und einen See integriert hatte. Dort haben wir ein klassisches Pickinick mit Freunden gemacht. Natürlich hatten wir auch einen Volleyball dabei, das dazugehörige Netz mussten wir aber selbst konstruieren.

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Die Arbeit

Ich werde in den verschiedenen Bereichen für dieses Jahr bleiben und mich nicht auf einen genau spezialisieren. Mir gefallen einfach alle Stellen in denen ich integriert so gut, dass ich keine streichen möchte.

 

Im Frauenhaus „Casa de Acogida“ bin ich an drei Mittagen in der Woche und helfe erst den Kindern bei ihren Hausaufgaben und danach machen wir meist Spiele auf dem Hof, wo auch zwei Basketballkörbe und kleine Fußballtore vorhanden sind. Die Hausaufgabenbetreuung funktioniert meistens ganz gut, aber es gibt auch manche Mittage, da wollen die Kinder so gar nicht ihre Hausaufgaben machen und da kann es auch mal richtig anstrengend werden. Aber beim Spielen danach sind meistens alle glücklich und mit viel Energie dabei. Auch „Handfußball“ ist gut angekommen 😉

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Aus Datenschutz rechtlichen Gründen müssen leider die Gesichter der Kinder unkenntlich gemacht werden. Dies ist eine Schutzmaßnahme für die Familien im Frauenhaus, dass sie nicht von ihren ehem. Männern aufgesucht werden können.

 

In der „Banco de materiales“ gefällt es mir persönlich auch richtig gut. Wir stellen aus wirklich alten Möbeln oder alten Euro-Palletten, die Hogar de Cristo von Firmen gespendet werden, wieder neue Möbel her. Im Alltag ist also alles dabei: Schrauben, bohren, sägen, schleifen, hämmern. Es tut einfach auch gut selber Dinge herzustellen und am Ende des Tages sagen zu können: „Schau, das hab ich heute geleistet.“ Aber vorallem die Mitarbeiter dort sind echt supernette Schreiner mit denen die Arbeit viel Spaß macht. Am letzten Arbeitstag von Clemens gab es nach der Arbeit noch eine Torte, wobei das letzte Bild entstand 🙂

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Das dritte Projekt, das mir persönlich auch richtig viel Spaß macht ist die Arbeit mit den Kindern direkt in „Monte Sinai“, dem großen Sektor in Guayaquil in dem es sehr viele einfache Häuser gibt. Dort bieten wir einmal die Woche eine Aktivitiät für die Kinder und Jugendlichen an. Das heißt wir fahren mit dem Bus dorthin und machen dann irgendeine Aktion mit den Kindern. Einmal haben wir einen Ausflug ins Radio gemacht, das war für die Kinder ein ganz spezielles Ereignis, weil sie selber gesehen haben wie Radio emacht wird und wie es möglich gemacht wird, dass sie in ihrem Haus Radio hören können. Wir durften auch einen kurzen Blick in das angeschlossene Fernsehstudio werfen wo sich die Kinder auf einen Stuhl gesetzt haben und sich im Monitor dank „Blue-Box“ in einem Nachrichtenstudio befanden.

Aber die größte Aktion, die wir mit ihnen bisher gemeinsam organisiert haben, war das große Fußball-Turnier. Ein kompletter Sonntag Fußball-Turnier mit Tombola(mit super Prämien ;)), die Kinder haben Essen und Trinken verkauft, das Fußballfeld präpariert(die Linien gezeichnet) und auch selber mitgespielt. Dies war ein ganz besonderes Ereignis. Sogar Vertreter vom Sportministerium und vom blauen Kreuz waren mit dabei und haben mitgeholfen und z.B. mit den Kindern getanzt. Mein Job war zum einen die Organisation der Partien zum anderen habe ich auch als Schiedsrichter ausgeholfen, da der der dafür verantwortlich gewesen wäre nicht gekommen ist 😉

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Ebenfalls gab es eine sog.: „Quäl-Box“, eine Erfindung der Kinder. Sie funktioniert so: Du zahlst 10ct an die Kinder und sie fangen einen Freund von dir ein und sperren ihn in ihre Box. Dort wird er durchgekitzelt und mit Edding angemalt. Um frei zu kommen, muss er dann 15ct bezahlen. Es ist also eine Sache wo du Freunde ärgern kannst und die Kinder hatten einen riesen Spaß dabei, wie man auch auf einem der Fotos sehen kann.

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Die Rückfahrt war auch mal wieder typisch für Ecuador. Ein „Pick-up“ vollgeladen mit Sachen, die Freiwilligen auch auf die Ladefläche gepackt und losgefahren. Alles in Allem mit den vielen verschiedenen Eindrücken ein super Tag, der allen Beteiligten Spaß gemacht hat. 😀

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In der „Aula del conocimiento“ hingegen bin ich nur einen Tag in der Woche tätig und unterstütze dort direkt die Kinder, den Umgang mit dem Computer zu lernen. Sie lernen dort wie man z.B. Mind-Maps erstellt, mit Wikipedia arbeitet oder machen auch sog. „Gehirnjogging-Spiele“ am Computer.

Pallatanga

Vor 1 Woche haben wir noch einen Wochenendsausflug in die Sierra nach Pallatanga gemacht. Die Sierra ist 3h entfernt und liegt in einer anderen Klimazone. Dort hat es Berge, Wiesen, Wasserfälle und „nur“ um die 20 Grad Celsius. Dort haben wir in einem wunderschönen Hostal übernachtet, das aber trotzdem günstig war. Am ersten Abend wollten wir gerade etwas zum „selber kochen“ einkaufen gehen, da trafen und sprachen wir mit einem Mann den wir auf der Straße kennengelernt haben, ob er denn wüsste wo man hier einen Wasserfall sehen kann. Nach einem 30 minütigen Gespräch hat sich ergeben, dass er aus Südtirol kommt also perfekt Deutsch spricht. Er hat eine Plastik-Fabrik in Guayaquil, ca. 5 Minuten von unserem Haus entfernt und eine Villa fürs Wochenende in Pallatanga. Dort hat er uns daraufhin gleich eingeladen: Eine Riesen-Villa mit 2 Häusern, Billard-Tisch, überdachter Terrasse, eigener Auffahrt zum Haus, zwei Hunden und sogar einem Affen 🙂 Er hat seinen Grill angeschmissen und für uns 5 gegrillt und uns den ganzen Abend, auch auf alle Getränke, eingeladen. So lernt man in Ecuador Leute kennen 😉

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Der letzte Monat hat sich für mich ganz anders als der erste angefühlt. In den zwei Monaten hat man schon so einiges kennen gelernt. Man hat seinen geregelten Tagesablauf, die Arbeitszeit stark getrennt von der Zeit nach der Arbeit und sich insgesamt schon ein bisschen angepasst. Ich will nicht sagen, dass ich mich komplett an alles hier „gewöhnt“ habe, weil dieser Zustand in einem Jahr sehr schwer zu erreichen ist, da man jeden Tag gefasst sein muss etwas, für unsre Augen, noch schrägeres zu erleben.

Da sind wir auch bei der kuriosen Geschichte angekommen. Ich habe sie am Mittwoch, den 10.09.14 erlebt. Wir sind nach Monte Sinai gefahren um Kinder und Jugendliche abzuholen und zu einer Aktivität nach Hogar de Cristo zu bringen. Man muss sich folgende Situation vorstellen: Ein Pick-up mit 8 Kindern und 2 Freiwilligen, natürlich alle auf der Ladefläche, wir waren uns nicht so ganz sicher ob das in Ecuador erlaubt ist oder von der Polizei nur geduldet wird, aber auf jedn Fall macht es jeder so. Auf einmal erscheint hinter uns ein Polizeiauto mit Sirene, was hier äußerst selten ist, weil die Polizisten auch eher dem ruhigeren Gemüt angehören, nur wenn es mal einen Notfall gibt wird also die Sirenen angeschalten. Wir denken ohoh, die wollen uns anhalten weil wir zu zehnt auf der Ladefläche mitfahren. Zum Glück überholen sie uns sofort und waren im gleichen Moment wieder vergessen. Doch am Ende der Straße haben wir sie dann wieder gesehen. Ihr Auto halb schräg, also schlecht geparkt. Wir dachten dann ohja, die hatten es wirklich eilig, doch was wir dann sahen brachte uns alle zum Lachen. Die zwei Herren saßen gemütlich auf der Terrasse und aßen ihr Mittagessen. Eines der natürlichsten menschlichen Bedürfnisse hat also diese zwei Herren an diesem Mittag zur Dringlichkeit bewegt. Im Nachhinein dachten wir, dass es wohlmöglich das letzte Mittagessen war, was natürlich rechtfertigen würde, dass sie sich so „beeilt“ haben 😉

Der aktuelle Musik-Tipp empfiehlt: Propuesta indecente von Romeo Santos

Die, die gerade noch Ferien bzw. Urlaub haben mögen diese letzten Augenblicke noch genießen bevor auch sie wieder arbeiten bzw. in die Schule müssen. An dieser Stelle möchte ich aber besonders die grüßen, die sich schon wieder an die Arbeit gemacht haben oder jene für die das Wort Urlaub in diesem Sommer aus dem Kalender gestrichen werden musste.

Aus dem heißen Ecuador denkt an euch

Fabian Möhle

Erste UND auch schon einige zweite Eindrücke

05.08.2014

Da ist er. Mein erster Eintrag aus Ecuador. Für viele das erste Lebenszeichen, das sie von mir aus Ecuador hören. Entschuldigung dafür, dass es solange gedauert hat, aber ich hatte immer viel zu tun, so viele neue Eindrücke und Erfahrungen gleichzeitig. Dass jetzt schon EIN MONAT von zwölf vorbei sein soll kann man gar nicht glauben, ich bin doch erst gestern angekommen 😉

Aber mir gehts hier super gut, ich bin viel unterwegs, in der Freizeit haben wir auch schon zwei größere Reisen unternommen, ich hab schon mit Besuch aus Tübingen das Zentrum von Guayaquil aus den Augen eines Touristen betrachten dürfen und arbeiten konnte ich auch schon, aber alles der Reihe nach.

Ankunft und erste Erfahrung

Ich bin hier angekommen an einem Dienstag Abend, es war jener Dienstag an dem Deutschland Brasilien phenomenalerweise mit 7:1 schlug. Fabian und Thore ahnungslos aber gespannt im Flugzeug, bis die Stewardess eine temperamentvolle Holländerin auf einmal schreit: „Eins null Müller“. Wir freuen uns und denken, das Spiel hat doch gerade erst angefangen… Als sie dann nach einer halben Stunde zum fünften mal kommt und schreit „5:0 für Deutschland“ waren wir uns sicher, dass uns diese Holländerin auf den Arm nehmen möchte. Wir glaubten es erst als wir dann am Flughafen abgeholt wurden und der andere Deutsche uns versicherte, dass es 7:1 für Deutschland ausgegangen ist. Ab da stieg dann die Vorfreude auf Sonntag vom einen Tag auf den anderen. Wer sich wundert, warum schreibt der Fabian sowas unwichtiges über Fußball in seinen Blog aus Ecuador, dem soll gesagt sein: Dies war meine allererste Erfahrung auf ecuadorianischem Boden und fußballverrückt bin ich auch, ein bisschen 😉

Kurz darauf, nachdem wir auf einer offenen Ladefläche eines Pick-ups dem Sonnenuntergang entgegengefahren sind, ja so etwas ist in Deutschland nicht möglich, hier schon, habe ich zum ersten Mal die anderen Leute aus meiner WG kennenlernen dürfen. Super nette Leute, es sind aktuell noch insgesamt sieben. Drei aus Spanien eine aus Frankreich und drei aus Deutschland, von denen der eine, Clemens, am Donnerstag zurück nach Deutschland fliegen wird. Wir machen eigentlich alles zusammen, wir kochen zusammen, essen zusammen, wohnen zusammen, arbeiten alle zusammen in der gleichen Organisation und machen auch gemeinsame Ausflüge von denen es der erste sofort in sich hatte.

 

San Pablo

Wir fuhren also gleich am ersten Wochenende gemeinsam nach San Pablo an den Strand. Diese Ausflüge gefallen mir persönlich sehr, denn ich liebe das Meer und die Strände. Solche Sandstrände wie hier am Pazifik habe ich dennoch zuvor in meinem Leben noch nicht gesehen. Wie aus dem Bilderbuch und gleich am Samstag morgen ging es dann auch dorthin. Übernachtet haben wir kostenlos im Haus einer Freundin des Hauses, von denen es viele gibt, dazu zählen unter anderem auch Taxi-Fahrer und Nachbarn. 🙂

Am Samstag morgen haben dann alle Freiwillige zusammen an einem Gleitschirm Tandem-Flug teilgenommen. Wir wurden mit einem Auto auf einen kleinen Hügel gefahren, der sich direkt am Meer befand und rannten von dort aus in Richtung Meer los und flogen dann insgesamt 15 Minuten um den Berg herum und übers Meer, es war gigantisch!

 

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Den Abend verbrachten wir dann in der Partystadt von Ecuador, wo es mir persönlich nicht soo gut gefallen hat, weil da fast nur Touristen waren und weniger die Einheimischen mit ihrer Kultur und ihren Speisen/Musik vertreten waren.

Am Sonntag war es dann endlich soweit. 14.00 Uhr Ortszeit, wir mussten nur noch das richtige Lokal finden und es konnte los gehen. Schnell haben wir eine Bar direkt am Strand gefunden, in der wir als Deutsche sehr herzlich willkommen waren. Wir drei Deutsche und die anderen fieberten das komplette Spiel mit bis Mario Götze uns erlöste und Deutschland schlussendlich Weltmeister war! Wir haben uns riesig gefreut und mit einem weinenden Auge zusehen müssen wie in Deutschland gefeiert wurde. Aber später können wir erzählen: “ Damals, als Deutschland 2014 Weltmeister geworden ist, das erste Mal dass ich das erleben durfte, da war Ich in Ecuador am Pazifik und durfte es dort miterleben.“ Dies ist auch ein ganz besonderes Erlebnis, das ich nie vergessen werde 🙂

 

Guayaquil erkunden mit Andi und Caro

Am nächsten Tag folgte dann gleich das nächste Highlight. Es kündigte sich Besuch aus Tübingen an. Mein Cousin Andreas und seine Freundin Caro hatten sich als Urlaubsziel 2014 Ecuador ausgesucht und schauten so einen Tag in Guayaquil vorbei. Den Nachmittag verbrachten wir dann zusammen im Zentrum von Guayaquil. Wir liefen die klassischen Touristen-Ziele ab, von denen es in Guayaquil nicht sehr viele gibt. Wir liefen den Malecon entlang, das ist die 2000 fertiggestellte Promenade am Fluss Rio Guayas, an dem es viele Restaurants, Kinderspielplätze und auch ein riesengroßes 3D-Kino gibt. Direkt daran angeschlossen geht es 444 Stufen hinauf zu einem weißen Leuchtturm von dem man einen Ausblick über die ganze Stadt hatte.

 

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Abends sind wir dann noch gemeinsam Essen gegangen bis mich der Taxi-Fahrer wieder abgeholt hat und wir erneut die ca. 25km in unsere Freiwilligen-Wohnung gefahren sind. Und ja diese Wohnung liegt auch in Guayaquil, an diesem Beispiel wurde mir erst so richtig deutlich, wie groß Guayaquil wirklich ist. 🙂

 

Arbeit

Wir wollten nicht die Erfahrung machen ein ganzes Jahr an der gleichen Stelle zu arbeiten und immer wieder zu merken, dass es noch viele andere coole Arbeitsstellen gibt. Deshalb wurde für uns das System mit Stundenplan eingeführt. Nach langem Hin und her hatten wir (Thore, der mit mir angereist ist & Ich) nun in dieser Woche unseren Stundenplan, wie und wann und vorallem wo wir arbeiten werden. Dieser Stundenplan gilt nun einmal bis Ende August, dann dürfen wir entscheiden, ob wir so weiter arbeiten möchten oder einzelne Bereiche vertiefen möchten.

Für mich sieht dieser „Stundenplan“ folgendermaßen aus:

An drei Mittagen arbeite ich im Frauenhaus dem sog. „Casa de Acogida“ mit und beschäftige mich dort hauptsächlich mit den Kindern. Erst findet eine Stunde Hausaufgabenbetreuung statt, wo ich eher die Person eines Motivators einnehme aber die Kinder, wenn sie dann mal still sitzen, auch ihren nachschulischen Pflichten nachgehen. Danach ist dann von der Seite des Frauenhauses eigentlich immer irgendetwas für die Kinder geplant, wenn ja bin ich unterstützend dort dabei, wenn nein beschäftige ich mich anderweitig mit den Kindern. Fußball ist hier (auch von Seiten der Kinder ;)) sehr beliebt. Ebenfalls engagiert bin ich in der sog. „Mision“, da gehe ich mit dem Freiwilligen aus Spanien und der Französin direkt ins Viertel „Monte Sinai“ hinein und beschäftige mich dort an drei halben Tagen mit den Kindern vor Ort. Wir haben auch schon einen Ausflug ins Radio mit den Kindern gemacht, was ihnen natürlich riesen Spaß gemacht hat. Sonst sind wir gerade gemeinsam mit den Kindern am Organisieren eines Fußballturniers (Nein, die Idee kam nicht von mir, sie stand schon als ich kam ;)), das am Sonntag in einer Woche sattfinden wird mit Essen und Preisen für die Sieger. Es wird in versch. Altersklassen gespielt, sodass auch jeder eine Chance auf einen Pokal o.ä. hat. Zwei Morgende arbeite ich gerade, auch zum Ausgleich, noch etwas körperlich mit in der „Banco de los materiales“. Man kann es sich wie einen Baumarkt vorstellen indem es von Möbeln, Fließen, Brettern oder auch Pflanzen fast alles gibt. Dort arbeite ich dann in der angeschlossenen Schreinerei mit. Firmen bringen alte Möbel hierher, die dann entweder für wenig Geld weiterverkauft werden, oder auseinander gebaut werden und wir mit den Materialien dann aus Brettern neue Schränke, Bänke, Tische oder auch Stühle anfertigen. Als viertes und letztes Projekt habe ich dann noch zwei Morgende in der „Aula de conocimineto“, das ist ein auf technischem höchsten Standard eingerichteter Computerraum, mit 40 PC´s, in den jede Woche 500 Kinder kommen. Ihnen wird dort beigebracht wie man mit einem Computer umgeht, wie man mit einer Tastatur Texte schreiben kann, was die ganzen Sonderzeichen bedeuten und wie man sie einsetzt. Wenn sie das alles beherrschen gibt es noch das sog. Nivel 2, das ist dann eine extra Gruppe mit der am Computer kleine Spiele gespielt werden, die das kognitive Denken fördern sollen. Dort stehe ich unterstützend zur Seite, wenn Kinder nicht mehr weiterkommen und mir wurde angekündigt, dass ich in Zukunft auch einmal so eine Stunde halten darf.

 

Puerto Lopez

Und dann ist immer ganz schnell schon wieder Wochenende an dem wir einen Ausflug gemacht haben. Das was ich an diesem Wochenende erleben durfte werde ich auch mein ganzes Leben nicht vergessen, weil es so ein Privileg ist, in der heutigen Zeit noch Wale in der freien Natur beobachten zu können. Wir sind am Donnerstag Abend schon nach Puerto Lopez gefahren, das liegt auch am Pazifik, weil am Freitag in Guayaquil Feiertag war. Freitag morgen sind wir dann mit einem Boot für ca. 20 Personen losgefahren in Richtung „Isla de la Plata“.

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Dieser ganze Ausflug war der Geburtstagsausflug für eine Freiwillige von uns und eine Mitarbeiterin von Hogar de Cristo, mit der wir auch in der Freizeit viel unternehmen. Wir machten uns also auf in Richtung Isla de la Plata bis auf einmal das Boot stoppte. Normalerweise war der Part indem man die Waale anschaute erst für den Rückweg geplant gewesen, es haben sich aber zwei so schön gezeigt, das wir nicht einfach weiterfahren konnten. Sensationell so etwas mit eigenen Augen zu sehen, wie sie neben dem Boot herschwimmen und zum Luft holen kurz aus dem Wasser herausschauen, bevor sie wieder verschwinden.

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Auf der Isla de la Plata, die ein Naturschutgebiet ist leben einzigartige Tiere, wie z.B. der Blaufußtölpel oder viele andere Vogelarten, die es sonst hauptsächlich auf den Galapagosinseln gibt. Wir sind also dort gewandert und durften die Tiere von ganz nah beobachten.

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Ich empfehle also jedem der die Chance in seinem Leben einmal hat Wale in der freien Natur beobachten zu können dieses einzigartige Möglichkeit zu nutzen. Und Ecuador ist sowieso ein sehr schönes Land mit vielen verschiedenen Einblicken, sodass sich sowieso jede Reise hierher lohnt. 😉

 

Abschied Clemens

Am letzten Wochenende haben wir also wie schon erwähnt den Abschied des Freiwilligen aus Deutschland gefeiert, der am Donnerstag zurückfliegen wird. Ebenfalls am letzten Wochenende besuchten wir Konzerte zum einen von „Rumbeta“, das ist eine Band, die sich im Mai 2014 gegründet hat und der Gitarrist dieser Band der Spanier aus unserer WG ist. Diese Musik gefällt mir sehr gut und ich bin gleich von der ersten Sekunde an Fan gewesen. Es ist ein Mix aus Rumba und Flamenco, der aber modern interpretiert wird. Zum Anderen waren wir bei RoCola Bacalao, die auch schon durch Europa getourt sind und aus Ecuador stammen.

 

Am Ende von jedem Eintrag aus Ecuador möchte ich immer noch eine kuriose Geschichte erzählen und einen Liedtipp abgeben, was für Musik ich hier gerade höre. Zu Bailando (Spanisch-Version) – Enrique Iglesias lässt sich wunderbar tanzen aber auch entspannen.

Die kurioseste Geschichte im Monat Juli ist eindeutig was ich im Supermarkt hier erlebt habe. 5 Minuten entfernt von unserer Wohnung gibt es einen riesengroßen Supermarkt, der so ziemlich alles hat was man zum Leben braucht. Dort war ich bisher schon einige Male beim Einkaufen, doch was mir an diesem Tag passiert ist… Ich war noch mit anderen gerade an der Kasse beim Zahlen als plötzlich eine Sirene in diesem Markt losging. Ich schaute in die Gänge und alle Menschen ließen ihre Einkaufskörbe stehen und rannten los. Ich war verunsichert und dachte an Feuer oder einen Überfall. Doch der Kassierer blieb ganz locker und forderte von mir den zu zahlenden Preis. Ich fragte was denn hier gerade los sei und er antwortete: „Ja, das ist die Sirene für die SONDERANGEBOTE, wenn die los geht werden bestimmte Lebensmittel zu sehr reduzierten Preisen verkauft oder sogar verschenkt.“ Ich war erstaunt aber erleichtert und fragte aus Spaß, ob diese Aktion dann nur 10 Minuten ginge, weil alle rannten und er sagte: „Ja, genau nur genau 10 Minuten.“ 🙂

 

Hiermit sende ich 1000 Grüße nach Deutschland und an alle andere Orte der Welt wo dieser Blog auch gelesen wird und wünsche euch eine schöne Zeit. Wenn ihr noch irgendetwas wissen wollt oder mir etwas erzählen wollt, scheut euch nicht davor mich zu fragen oder mir zu schreiben, ich freue mich über jede Nachricht und Rückmeldung.

Aus Guayaquil, Ecuador: Fabian Möhle

Abschied / Vorfreude

Liebe Blogleser,

erst einmal vielen, vielen Dank für eure Unterstützung in der Vorbereitung auf dieses Jahr.

Dass ihr den Weg hierher auf meinen Blog gefunden habt zeigt erneut von wie vielen unterschiedlichen Personen und Gruppen ich unterstützt und gestärkt wurde diesen Schritt zu machen. Danke an meine Eltern, die von Anfang an hinter mir standen und mir den Weg so leicht, wie nur möglich gemacht haben. Als zweites möchte ich an meine Familie und meine Freunde denken, die ich leider zurücklassen muss. Nicht vergessen möchte ich aber auch alle, die mich entweder finanziell oder im Geiste begleiten, die immer einen Platz in meinen Gedanken und in meinem Herzen im nächsten Jahr haben werden.

Es gibt nur eine Person die ich mitnehmen kann und das ist Thore, den ich im letzten halben Jahr kennen und schätzen lernen durfte. Wir verstehen uns sehr gut, haben u.a. einen Sprachkurs zusammen absolviert, und freuen uns dass es nun, nach dieser langen Vorbereitungszeit, „ENDLICH“ los geht.

Wie manchen schon bekannt ist geht mein Flug am Dienstag den 8.Juli ganz früh morgens ab Stuttgart über Amsterdam nach Guayaquil, Ecuador.

Alles in Allem verlasse ich Deutschland mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Vertrautes hinter mir zu lassen schmerzt sehr, aber auch der Aufbruch ins Neue/Unbekannte reizt mich.

An dieser Stelle werde ich in Zukunft versuchen euch auf dem Laufenden zu halten und eindrückliche Erlebnisse mit euch zu teilen.